Als immunologische Schnelltests werden biochemische Analyseverfahren bezeichnet, bei denen mit Hilfe biologischer Rezeptoren (Antikörper, Aptamere oder Nukleinsäuren) Analyten in einer flüssigen Phase nachgewiesen werden.

Immunologische Schnelltests laufen prinzipiell in zwei sequenziellen Schritten ab. Die Analyt-„Erkennung“ durch Bindung über eine Analyt-Rezeptor-Wechselwirkung und eine anschließende Signalerzeugung, wobei das Analyt-„Konzentrationssignal“ durch eine konzentrationsabhängige Markerfunktion in ein messbares Signal umgewandelt wird.

Zusätzlich zeichnen sich immunologische Schnelltests durch eine einfache Handhabung und kurze Analysezeiten aus und benötigen kein teures Equipment zur Durchführung, weshalb sie den Point-of-Care-Tests (POCT) zugeordnet werden. Der Begriff Point-of-Care-Testing bezeichnet medizinische diagnostische Analyseverfahren, welche direkt Vorort am Patienten durchgeführt werden können. Es entfällt der Probentransport der zu analysierenden Proben in zentrale Labore. Daher werden die POCT als patientennahe Diagnostik oder - wegen der kurzen Analysezeiten - auch als Schnelltests bezeichnet.

Typische Einsatzbereiche für immunologische Schnelltests sind die Bestimmung des Blutzuckerspiegels, die Kontrolle der Blutgerinnung in Form des INR-Wertes oder Schwangerschaftsanalysen, welche vom Patienten selbst durchgeführt werden. Andere POCT dienen dem Nachweis von Schadkeimen, Krankheitsindikatoren oder Verunreinigungen.

Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Schnelltestformen, wobei überwiegend heterogene Assayformate eingesetzt werden. Die häufigste Assayträgerform ist die Membran. Daneben gibt es Assayformate auf Basis von Partikeln, Formkörpern, Chips oder Platten.

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