Einzelbetriebliches Förderprojekt

Präzises, signalverstärkendes POCT System auf Basis von innovativen Cellulosenanopartikeln zur sicheren Erkennung einer Schilddrüsenerkrankung

Förderkennzeichen: 2015 FE 0045

Projektdauer: 01.07.2016 - 30.06.2019

Point-of-Care-Tests

Als Point-of-Care-Tests (POCT) werden medizinische, diagnostische Untersuchungsmethoden bezeichnet, die zeitnah und unmittelbar vor Ort am Patienten durchgeführt werden können. Von herausragendem Interesse sind solche Testsysteme im klinischen Bereich zum Nachweis von Krankheitsindikatoren. Streifentests sind aufgrund der einfachen Handhabung und niedrigen Herstellkosten weit verbreitete POCT. Dabei wird der gesuchte Analyt durch farbige Partikel markiert und somit für eine einfache Auswertung sichtbar gemacht.

Aufgrund der mangelnden Präzision und der geringen Sensitivitäten sind die Streifentests jedoch für eine Reihe von wichtigen, in der Labormedizin gut etablierten Biomarkern, nicht geeignet.  Aus diesem Grund werden viele Analysen noch im Labor im zeitaufwendigen ELISA Format durchgeführt.

Das Projekt

Im vorliegenden Projekt wird ein Konzept erarbeitet, dass die Herstellung neuartiger Streifentests mit deutlich gesteigerten Sensitivitäten und Präzision erlaubt. Dazu werden die Vorteile von Laboranalysemethoden unter Beibehaltung der einfachen Handhabung, kurzen Analysezeiten sowie moderaten Herstellkosten des Lateral-Flow-Assay-Formates übertragen.

Grundbausteine sind innovative Markierungsreagenzien auf Cellulosebasis, wodurch eine Optimierung der Visualisierungsreagenzien möglich wird, welche mit herkömmlich verwendeten Partikeln nicht umgesetzt werden kann.

Zusätzlich wird ein neues Gundkonzept zum Ablauf der Assays erarbeitet, welches eine anwenderfreundliche Handhabung und Auswertung im Vergleich zu herkömmlichen Laborverfahren ermöglicht.

Als erste Anwendung wird der Nachweis von TSH und fT4 entwickelt, wodurch Schilddrüsenerkrankungen sicher erkannt werden können. 

 

Das vom Freistaat Thüringen geförderte Projekt wurde durch Mittel der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.

Ansprechpartner:

Dr. Friedrich Scholz

Tel  +49(0) 3643 855 93 35

Fax +49(0) 3643 855 93 11