Projekttitel: Entwicklung und Bewertung eines auf der Up-Converting Phosphoreszenz Technologie basierten Lateral-Flow-Assays zum hochsensitiven Nachweis des Cardiacmarkers proBNP

 

Begünstigter: Senova Gesellschaft für Biowissenschaft und Technik mbH

Laufzeit:          15.03.2018 bis 30.11.2018                                 

 

Projekt-Nr:      2018 IDS 0009

 

Stand der Technik

Ein Herzfehler verursacht durch eine kardiale Dysfunktion ist eine der aktuell größten Gesundheitsprobleme mit hohen Mortalitätsraten. Der Erfolg einer Therapiemaßnahme hängt dabei maßgeblich vom Zeitpunkt der Diagnose ab. Das N-terminal Fragment des B-Type natriuretic peptide BNP (NT-proBNP) ist ein sehr zuverlässiger Biomarker für die Diagnose eines Herzfehlers.  Aktuell werden hauptsächlich zwei Methoden zur Bestimmung der NT-proBNT Konzentration verwendet: Ein Elektrochemilumineszenz-basierendes Laborgerät von Roche (Elecsys® NT-proBNP II) und ein vollautomatisierter Biochchemie-basierender Analyzer (Dade-Behring Dimension RXL). Beide bestimmen das NT-proBNT zuverlässig mit Assayzeiten von ~2 h. 

POCT Methoden sind ebenso im Markt erhältlich, wobei verschiedenste Technologien wie Lateral Flow Assays, mikrofluidische Systeme  oder Turbidimetrie eingesetzt wird. Der Nachweis erfolgt zeitnah, aber die Sensitivität ist sehr gering, was zu falsch negativen Ergebnissen führt.

Up Converting Phosphor Technologie (UPT) 

Up-Converting Phosphor Partikel können als Transducer genutzt werden, wobei infrarotes Licht absorbiert wird und die Partikel im sichtbaren Licht emittieren. Verglichen mit üblich verwendeten Fluoreszenzfarbstoffen wie Fluorescein wird ein deutlich sauberer Hintergrund und eine verbesserte Sensitivität und Stabilität  erhalten.

 

Das Projekt

 

Um sich signifikant von verfügbaren Produkten auf dem Lateral-Flow Markt abzuheben, ist eine hoch sensitive, robuste Nachweismethode, insbesondere für die medizinische Point-Of-Care-Diagnostik notwendig. Dabei soll untersucht werden, ob die UPT Technologie für den Einsatz in LFA geeignet ist, bzw. welcher Entwicklungsaufwand für eine erfolgreiche Kombination der beiden Technologien notwendig ist. Darüber hinaus ist es essentiell, ein geeignetes und kostengünstiges Analysesystem zu entwickeln, mit dem die Fluoreszenzintensitäten der Testlinien quantifiziert werden können. Durch Kombination der UPT -und LFA-Technologie können POCT mit der Performance von Laborautomaten erhalten werden.

 

 

 

Das vom Freistaat Thüringen geförderte Projekt wurde durch Mittel der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert. 
Ansprechpartner  Dr. Friedrich Scholz
Tel  +49(0) 3643 855 93 35
Fax +49(0) 3643 855 93 11