Verbundprojekt: 

Verbundprojekt: 

MIkroelektronische DiagNoStikplattformen für die Personalisierte KrEbsforsChung und Mikro-BioreakToren

Förderkennzeichen: 2015 FE 9160

Projektdauer: 01.06.2016 - 31.05.2019

 

Im Jahr 2011 starb jeder vierte Bürger der EU an Krebs. In Thüringen leben etwa 70.000 Menschen mit einer Krebsdiagnose und es wird  eine um 15% steigende Tendenz für Neuerkrankungen bis zum Jahr 2020 prognostiziert.

Mikroelektronik zur Krebsfrüherkennung

Das Projektvorhaben INSPECT  hat sich die Erforschung, Entwicklung und Validierung miniaturisierter mikroelektronischer Diagnostik-Plattformen für die personalisierte Krebsdiagnostik, sowie die Etablierung neuer biochemischer und biologischer Verfahren für die Krebsforschung zum Ziel gemacht.

Die Prioritäten des INSPECTs sind einerseits die Etablierung von personalisierten immuno-onkologischen mikroelektronischen Nachweissysteme für die Früherkennung von Dickdarm- und Prostatakrebs. Dabei werden präzise und zuverlässige Analysen durch die Erarbeitung von komplexen biologisch-mikroelektronischen-Sensor Schnittstellen ermöglicht. Ein zweiter Schwerpunkt des INSPECTs ist zudem die Erforschung von Hydrogel-Elektronik sowie Assay-Elektronik-Schnittstellen, womit neue Ansätze für die personalisierte Krebsforschung etabliert werden.

Eine grundlegende Voraussetzung zum Aufbau integrierter Systeme für biomedizinische Applikationen stellen die mikroelektronischen Sensoren dar, welche von X-FAB AG entwickelt werden. Die Signalverarbeitung auf Basis Halbleiter basierten Sensor-Array-Plattformen steht im Fokus des IMMS. Um Biomarker für die Krebsfrüherkennung frühzeitig nachzuweisen, werden die biologischen Komponenten durch die Senova auf die mikroelektronischen Sensoren integriert. Die CDA GmbH realisiert eine neuartige Polycarbonat-basierte Verbindungstechnik zur Integration der Sensorchips in ein Marktfähiges POCT System. 

Die Entwicklung einer 3D-Mikroumgebung auf Hydrogelbasis zur Kultivierung von Zellen bildet einen Schwerpunkt in der Arbeit des IBA. In Verbindung mit Sensorchips soll damit die Wirksamkeit von Krebstherapien untersucht werden.

 

Damit leistet das Projekt einen maßgeblichen Beitrag bei der Entwicklung neuer Maßnahmen und Methoden für die EU-weite Krebsbekämpfung.

Das vom Freistaat Thüringen geförderte Projekt wurde durch Mittel der Europäischen Union im Rahmen des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert. 
Projektpartner:    IMMS GmbH
Ehrenbergstrasse 27
98693 Ilmenau
  X-FAB Semiconductor Foundries AG
Haarbergstr. 67
99097 Erfurt
  CDA GmbH
Am Mittelrain 11
98529 Suhl
  Institut für Bioprozess- und Analysenmesstechnik e.V.
Rosenhof
D - 37308 Heilbad Heiligenstadt
Ansprechpartner  Dr. Friedrich Scholz
Tel  +49(0) 3643 855 93 35
Fax +49(0) 3643 855 93 11